15 Jahre Marketing: Master, Stationen bei Medienkonzernen und Weltmarken, zuletzt mit Team und Budgetverantwortung. Der Weg, den man dir als richtig verkauft:
Titel sammeln, Gehalt verhandeln, Sicherheit. Von außen lief alles.
Ich bin nicht gegangen. Ich musste gehen. Von einem Tag auf den anderen raus aus dem eigenen Zuhause, zurück in mein altes Kinderzimmer. Zwei Kinder, die ich nicht mehr jeden Morgen wecken durfte. Es folgte die dunkelste Zeit meines Lebens. Der Drive war weg, die Lust am Leben auch. Ich habe Dinge geschluckt, die niemand sieht. 15 Jahre Karriere, und trotzdem saß ich in dem Zimmer, in dem ich als Kind Träume hatte, und fühlte: null. Niemand kam, um mich da rauszuholen.
Also musste ich es selbst tun.
KI war nicht neu. Neu war, was ich darin sah: die Chance, von niemandem mehr abhängig zu sein und mir einen Vorsprung zu erarbeiten, den mir keiner nehmen kann. Also rein: 12 bis 14 Stunden am Tag lernen, bauen, testen, die weltweiten Trends aufsaugen, bevor sie in Deutschland ankommen. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich bei einer Idee von niemandem abhängig. Kein Partner, kein Budget, keine Erlaubnis. Kein einfacher Weg: jeden Tag aus dem Kinderzimmer heraus, gegen den eigenen Kopf, Stück für Stück. Daraus wurden die ersten echten Sachen:
KI-Beratung für Vertrieb und Strategie, Automation und digitale Transformation für Mittelstandsunternehmen, KI-Pipelines für Kundenprojekte.
Heute nutzen viele KI. Wenige in diesem Umfang.
2026 habe ich die Rolle als Head of Digital Marketing bei OFM angetreten, Deutschlands Browsergame-Klassiker seit 2003 mit über 3 Millionen Spielern. Nicht nur ein Job: die Entscheidung, wieder am Leben teilzunehmen. Nebenbei laufen die eigenen Systeme weiter, jeden Tag, öffentlich. Das Kinderzimmer habe ich verlassen. Die Arbeitsweise von dort nicht.
Motivation hatte ich 2024 keine. Gerettet hat mich ein System: feste Abläufe, jeden Tag,
egal wie der Tag ist.
Jedes Tool beschleunigt nur, was schon da ist. Kaputter Ablauf plus KI ist ein kaputter Ablauf, nur schneller.
Build in public war kein Marketing-Trick. Es war der Vertrag mit mir selbst: wer jeden Tag liefern muss, liefert jeden Tag.
Was ich mir auf diesem Weg durch Fleiß und Ehrgeiz angeeignet habe, lege ich nach und nach ins Werkzeug-Regal. Kostenlos, das Regal füllt sich weiter.
Nimm dir, was schon da ist.