Wie baust du eine Website mit GPT-6 Astra?

Eine Website mit GPT-6 Astra entsteht in einem Durchgang, wenn das Modell alle Fakten bekommt: Name, Leistungen mit Preisen, einen echten Auftrag, Kontaktweg und Impressum. HTML und CSS schreibt Astra selbst. Was auf der Seite stehen soll, kann es nicht wissen. Vor den ersten Prompt gehört darum ein Faktenblatt, danach folgen Seitenplan, Build und vier Prüfschritte.
TL;DR
- GPT-6 Astra wird seit dem 03.09.2026 ausgerollt: in ChatGPT ab dem Plus-Tarif in Work und Codex, über die API als gpt-6-astra.
- Die API kostet 10 US-Dollar pro Million Input-Tokens und 50 US-Dollar pro Million Output-Tokens.
- Eine höhere Denkstufe ersetzt keine fehlende Angabe. Vage Vorgaben wie „modern und clean“ kosten Nachbesserungsrunden und damit Kontingent.
- Der Ablauf hat sieben Schritte: Faktenblatt, Seitenplan, Build mit Astra, Abgleich mit einer Referenz, Mobilfassung, Faktenprüfung, Check vor dem Livegang.
Was ist GPT-6 Astra?
GPT-6 Astra ist das leistungsstärkste Modell von OpenAI, gebaut für lange Aufgaben aus Code, Recherche und Computer-Steuerung. In der API heißt es gpt-6-astra. Das Kontextfenster fasst 1.050.000 Tokens, eine einzelne Antwort bis zu 128.000 Tokens, der Wissensstand endet am 30.04.2026. Die Denkstufe lässt sich von low bis max einstellen.
In ChatGPT steckt Astra ab dem Plus-Tarif in Work und Codex. GPT-6 Pro im Chat, das ebenfalls auf Astra läuft, gibt es erst ab dem Pro-Tarif.
Kann GPT-6 Astra eine Website allein bauen?
Den Code ja. In öffentlichen Tests seit dem Start entstanden Landingpages und Hotel-Homepages in einem einzigen Durchgang. In einem Vergleich lief dieselbe Homepage für ein erfundenes Hotel einmal auf niedriger Stufe und einmal auf der höchsten. Die niedrige brauchte 13 Minuten und 91.000 Tokens, die höchste 30 Minuten und 152.000 Tokens. Ob die teure Fassung besser war, blieb offen.
Die Grenze liegt woanders. Astra kennt deine Firma nicht. OpenAI schreibt in der eigenen Hilfe, eine höhere Denkstufe könne keine fehlenden Informationen liefern. Fehlt eine Angabe, füllt das Modell die Lücke mit dem Üblichen, oder es hält an und fragt. Laut OpenAI fragt Astra häufiger nach als ältere Modelle.
Warum ist „modern und clean“ ein teurer Prompt?
Der Satz enthält nichts, was nur für dich gilt. Das Modell baut daraus die Seite, die es jedem baut, der denselben Satz schickt. Dann beginnt das Nachbessern: andere Farbe, anderer Hero, doch lieber seriöser.
Jede Runde kostet. Im Plus-Tarif schätzt OpenAI 5 bis 45 Nachrichten mit Astra pro fünf Stunden, mit GPT-5.6 Sol 10 bis 100. Über die API zahlst du jeden Output-Token, 50 US-Dollar pro Million.
Die Rechnung dreht sich, wenn die Fakten vorher feststehen. Dann braucht Astra einen Durchgang für den Build, und die Nacharbeit übernimmt ein günstigeres Modell. Warum ein gutes Briefing mehr bringt als ein stärkeres Modell, steht auch in meinem Artikel darüber, wie man KI-Agenten brieft.
Wie läuft der Ablauf vom Faktenblatt bis zum Livegang?
Sieben Schritte, alle in derselben Unterhaltung.
- Faktenblatt. 15 Felder: Name, Gründungsjahr, Ort, Leistungen mit Preisen, kleinstes Projekt, Team, ein Auftrag mit Zahl, was du nicht machst, häufigste Kundenfrage, echte Kundenstimmen, Kontakt, Impressum, Fotos, eine Referenzseite, Farben. Zielwert sind mindestens 12 Namen, Zahlen oder Daten. Darunter wird die Seite austauschbar.
- Seitenplan. Jeder Abschnitt bekommt die Felder, aus denen er gebaut wird. Was fehlt, steht als UNBEKANNT da.
- Build mit Astra. Stufe Mittel, ein einziger Referenz-Screenshot, statisches HTML ohne Framework. Texte kommen nur aus dem Faktenblatt.
- Abgleich mit der Referenz. Fünf Punkte mit Ist- und Soll-Wert: Abstände, Schriftgrößen, Farben, Bildanteil, Weißraum.
- Mobilfassung. Geprüft bei 390 und 768 Pixel Breite, mit Tipp-Zielen ab 44 Pixel und Fließtext ab 16 Pixel.
- Faktenprüfung. Jede Zahl, jeder Name und jeder Preis auf der Seite muss im Faktenblatt stehen. Was dort fehlt, fliegt raus.
- Check vor dem Livegang. Zwölf Punkte, von Impressum und Datenschutz über Meta-Angaben und JSON-LD bis zur llms.txt.
Den Plan vor den Build zu setzen, spart mehr Runden als jede Nachbesserung. Das gilt beim Coden mit Agenten genauso, siehe Planung schlägt Nachbesserung.
Das Faktenblatt und alle sechs Prompts gibt es als Paket auf kemalduran.de/werkzeuge.
Warum steht die Faktenprüfung so spät?
Falsche Zahlen fallen am wenigsten auf, wenn die Seite fertig und schön ist. Das habe ich an einer eigenen Seite gesehen. Beim Prüfen von bruttofuchs.de am 04.09.2026 fanden sich 31 veraltete Werte in fünf Ratgebern, alle als Stand 2026 ausgewiesen. Die Minijob-Grenze stand dort mit 538 statt 603 Euro, der Mindestlohn mit 12,82 statt 13,90 Euro.
Gefunden hat sie erst der Abgleich jeder Zahl mit der eigenen Werteliste und danach mit der amtlichen Quelle.
Für eine Astra-Seite heißt das: Das Faktenblatt ist die Quelle. Hält es den Stand, hält die Seite ihn auch.
FAQ
Brauche ich ChatGPT Plus für GPT-6 Astra?
Für Work und Codex reicht Plus, dort ist Astra im Kontingent enthalten. GPT-6 Pro im Chat gibt es erst ab dem Pro-Tarif. Über die API läuft Astra ab Nutzungsstufe Tier 1, im kostenlosen API-Zugang nicht.
Welche Denkstufe ist für eine Website richtig?
Mittel für den Build. OpenAI schreibt, Astra auf niedriger Stufe könne GPT-5.6 Sol auf hoher Stufe übertreffen, und eine höhere Stufe bringe nicht immer ein besseres Ergebnis. Hoch lohnt sich erst, wenn Mittel an einer benannten Stelle scheitert.
Muss ich programmieren können?
Nein. Astra schreibt HTML, CSS und JavaScript selbst. Du brauchst ein ausgefülltes Faktenblatt, einen Referenz-Screenshot und für den Livegang ein Hosting mit eigener Domain.
Ersetzt der Check vor dem Livegang eine Rechtsprüfung?
Nein. Er prüft, ob Impressum, Datenschutzerklärung und Einwilligungs-Banner vorhanden sind. Ob die Texte rechtlich reichen, klärt eine Anwältin oder ein Anwalt.
M.A. Kemal Duran ist Head of Digital Marketing in Köln, führt ein Team und baut eigene KI-Produkte wie MAMKO. Er arbeitet mit Claude Code, Agenten und einem eigenen Zweitgehirn in Obsidian.
Text mit KI erstellt.